S/4 Service 2025 (FPS1) | Testergebnisse, Eindrücke und Fazit
Letzte Woche hatte ich die Gelegenheit, bei der SAP in Walldorf die S/4 Service-Prozesse in der neusten Version zu testen (SAP Cloud ERP private – SERVICE 2025 FPS1 – Auslieferung im Frühjahr 2026 geplant).
Im Focus waren die Neuerung und Funktionen aus dem Bereich “Classic Service” und “Service mit erweiterter Ausführung” für die Abbildung und Durchführung von Störungen, Wartungen und In-House-Reparaturen.
Was ist wirkliche NEU? Die SAP arbeitet generell und mit Erfolg an der Weiterentwicklung der FIORI APPs, APIs und natürlich an AI-Cases!
Wo heute (SAP Release 2023 FPS3) noch viel in die SAP-GUI “abgesprungen wird”, ist der Zugriff auf die Lastschriftanforderungen, PM-Aufträge und Fakturen über die FIORI-Oberfläche deutlich angenehmer und effizienter gestaltet. Integration zwischen S/4 Service und SAP-PM ist verbessert, sowie ergänzt um weitere Funktionalitäten für die Abbildung der Service-Prozesse im SAP-Standard.
Im Bereich von SAP Service Advanced Execution ist die Integration zum PM-Modul weiter gereift. Die gesamte Prozesskette von der aufwandsbezogenen Angebotserstellung (mit Integration in den PM-Auftrag) über die Durchführung mit PM bis hin zur Fakturierung über das DPP-Profil unter Berücksichtigung von Service-Verträgen ist integrativ, sowie gut gelöst und bietet viele Möglichkeiten, diverse Anforderungen mit SAP-Standards abzubilden.
Ob sie nun aus einem Service Angebot und/oder einem Service-Auftrag den Process in S/4 Service starten oder aus der PM-Welt mit einem PM-Meldung und einem PM-Auftrag. Die gesamte Belegkette von S/4 Service mit erweiterter Ausführung kann von beiden Seiten gestartet und durchgeführt werden. Für die Massenverarbeitung von PM-Aufträgen gibt es neue Funktionen, die effizientes Anpassen an mehreren PM-Aufträgen gleichzeitig ermöglicht.
Für die Abbildung von In-House-Reparaturen gibt es viele neue Entwicklungen und Features. Die In-House-Reparatur kann mit Service Classic oder mit Service mit erweiterter Ausführung durchgeführt werden. Wesentliche neue Funktionen für die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Werken sind zu Verfügung gestellt.
Die Anlieferung der Reparaturobjekte (Equipment) über eine Anlieferung oder über die erweiterte Retoure, sowie der Transfer der Reparaturobjekte zwischen den Werken und die Anzeige von Bestandsinformation über die Reparaturobjekte sind integriert. Der Sonderbestand “Kundenbestand (B)” kann für die Bestandsführung der Kunden-Reparatur-Equipments genutzt werden. Die logistischen Prozesse für Anlieferungen und Transfer sind in einem separaten Belegfluss dargestellt, sodass die Übersicht über den Prozess erhalten bleibt. Mit der Funktion “Restructure” können Serviceobjekte in der Reparatur aufgeteilt oder zusammengeführt werden.
Im Bereich AI unterstützt “Joule” bei der Suche und Identifikation der eingehenden Equipments, sowie bei der Erstellung notwendiger Folgeschritte (beispielsweise Angebote, Anlieferungen, Retoure, Service-Auftrag). Die FIORI-APP für die Durchführung von Inhouse-Reparaturen kann um Kundenfelder erweitert werden … und noch vieles mehr!
Fazit: Kunden, die heute umfangreiche und komplexe Lösungen mit beispielsweise SAP-CS im Einsatz haben, können diese zum großen Anteil mit SAP Standard-Funktion abbilden. Alle essenziellen Belege der Service-Prozesskette(n) können über die FIORI APPs bedient werden und sind aufeinander abgestimmt. Die Verfügbarkeit von API’s für diverse Objekte wird stets erweitert, sodass Erweiterungen nach dem “Clean Core”-Gedanken nachhaltig implementiert werden können.
Die neue Lösung von SAP Service ist gut und umfangreich an Funktionalität. Die SAP entwickelt in den kommenden Jahren viele wertvolle Features basierend auf den von Kunden gestellten und bewerteten Entwicklungsanträgen auf dem Customer-Influence-Portal. Die Entwicklungen werden schneller vorangetrieben und zeitnahe zu Verfügung gestellt. Ein zeitnahes und regelmäßiges Update des SAP Release ist daher ratsam – es bringt neue Funktionen und erspart zum Teil hohe Weiterentwicklungskosten im Unternehmen.
Wichtig ist daher: Die neuen Prozesse und Funktionen von S/4 Service muss man kennen und verstanden haben. Mit Erfahrung und Fantasie müssen die IST-Prozesse aus dem IST-System in die neue Service-Welt transformiert und migriert werden. Es gilt Standardfunktionen maximal auszureizen und Erweiterungen zielgerichtet und nach dem “Clean-Core”-Prinzip zu implementieren. Hierfür brauchen Sie den richtigen Partner – kommen Sie gerne auf uns zu, wir haben die Antwort auf Ihre Fragen.